Tips und Tricks

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Tips und Tricks

Einfach mal durchscollen

Grundsätzliches von Dirk:

Immer wieder höre ich auf Feiern: “Das ist leider nicht so geworden, wie ich gedacht habe. Aber ich hoffe, das es trotzdem schmeckt!”

1. Ich gehe mal davon aus, dass es schmeckt, sonst hättet Ihr das euren Gästen wohl nicht vorgesetzt - Schwiegermutter mal ausgenommen ;) . Also Mund halten - die Gäste wissen nicht, wie es schmecken soll!

2. Kein Koch dieser Welt würde seinen Gästen im Restaurant ein Essen vorsetzen, das er nicht schon mal Probegekocht hat. Daher: Bitte immer einmal vor der Feier Probekochen - dann klappts auch mit der Schwiegermutter!

Kräuter als Gewürze (von Dirk)

Ob frisch, tiefgefroren (TK) oder getrocknet ist in den meißten Haushalten eher eine Frage der Lagerung und Verfügbarkeit (evtl. Garten oder Balkon).

Zu beachten ist jedoch der Zeitpunkt der Verwendung.

Frische und TK Kräuter können z.B. bei Suppen von Anfang an mit verwendet werden.

Getrocknete Kräuter sollten erst zum Ende hin verwendet werden, da sie sonst bitter werden können.

Getrocknete Kräuter haben auf fertigem Essen als Deko nichts zu suchen. Es sieht billig aus und verfälscht den Geschmack. Entweder frisch oder TK Ware - sonst lieber weglassen!

Speisesalz (von Dirk)

Grundsätzlich ist Salz immer aus dem Meer. Auch das Steinsalz war mal im Meer und ist durch Erdgeschichtliche Umstände unter die Erde gelangt. Salz ist also Salz und die Unterschiede liegen im promille Bereich. So hat zum Beispiel sogenanntes Jodsalz mit Fluorid ca 0,07% Kaliumfluorid und ca 0,003% Kaliumjodat. Wissenschaftlich ist die Aussage, dieses oder jenes Salz ist Gesünder oder gar Schmackhafter nicht nachweisbar. Nachgewiesen ist lediglich, daß zuviel Salz ungesund sein kann.

Garzeiten (von Dirk)

Alle in Rezepten angegebene Garzeiten können nur ca.-Angaben sein. Unterschiedliche Topfgrößen und Materialen sowie die unterschiedlichen Herdplatten beeinflussen das Kochergebnis. Herdplatten heizen unterschiedlich (Stufe 3 ist auf einem anderen Herd Stufe 5 etc.). Bei Öfen ist die angegebene Temperatur auch nicht immer exakt. Wenn Rezepte mit Ober und Unterhitze angegeben sind ist zu beachten, die Temperatur in einem Umluftofen um ca. 20 - 30°C zu verringern ist. Ich mache es immer so, daß ich mir den Kurzzeitwecker (Eieruhr) um einige Minuten kürzer stelle als im Rezept angegeben.

Damit kann ich besser Prüfen wie weit mein Essen ist.

Strom sparen Herd und Backofen (von Dirk)

Bei den immer weiter steigenden Stompreisen ist auch Strom sparen in der Küche zumindestens eine Überlegung wert.

Bei Herdplatten und Backöfen muss man dazu folgendes wissen:

Herdplatten z.B. haben mehrere Heizspiralen und einen Temperaturfühler. Diese Heizspiralen kennen nur 2 Stellungen, an oder aus! Schalte ich nun eine Herdplatte ein, heizt die Platte mit allen Spiralen volle Pulle bis zur eingestellten Temperatur auf um dann eine oder mehrere Spiralen auszuschalten.

Ceranfeldbesitzer können das gut beobachten. Der Verbrauch bei einer Herdplatte liegt so cirka zwischen 500 und 2.000 Watt. D.h. beim Aufheizen volle Pulle - also in unserem Fall - 2.000 Watt. Oftmals ist es nicht

notwendig die Herdplatte auf die höchsten Stufe zu stellen. wenn z.B. das Wasser auch schon 2 Stufen unter voll kocht kann schon viel Energie eingespart werden. Viele Lebensmittel können auch schon im Topf auf die kalte Herdplatte gestellt werden und dann erst erhitzt - verkürzt die Heizzeit der Herdplatte.

Oftmals ist es auch nicht notwendig, die Speisen bis zum Endgarpunkt auf der eingeschalteten Platte zu belassen. Schaltet man die Herdplatte 5-10 Min vor dem Endgarpunkt ab, verbrauchen wir keine Energie mehr und die Speisen werden trotzdem gar durch die Restwärme. Mut und Übung machen den Meister!

Beim Backofen ist es ähnlich. In vielen Rezepten steht: “in den vorgeheizten Backofen!”. Ich vermute mal, daß sich das hartnäckig aus alten Zeiten hält, als man den ofen noch mit Holz und Kohle anheizen mußte, oder aus Betriebsküchen, wo der Ofen sowieso den ganzen Tag an ist. In sehr vielen Fällen kann man die Speisen auch in den kalten Backofen stellen und mitaufheizen - das vekürzt häufig die Garzeit.

Eine echte Energieverschwendung ist das ständige Öffnen der Ofentür um “mal zu schauen” - Hee - Ofentüren haben Fenster und beleuchtet ist der Garraum auch (wenn die Birne funktioniert). Auch hier gilt - vorzeitiges Ausschalten und Nachgaren in der Restwärme spart richtig Energie. Für 10 Min. Backofen aus könnt ihr den ganzen Tag das Licht im Flur brennen lassen! ;)

Energiesparen beim Kartoffelkochen (von Dirk)

Oftmals werden Kartoffeln gekocht, indem man sie ganz mit Wasser bedeckt. Nicht nur, daß das pure Energieverschwendung ist, auch laugen die Kartoffeln aus und sie verlieren an Geschmack und Vitamine.

Fangen wir beim Topf an: Die Topfgröße nach der Menge der zu kochenden Kartoffeln wählen. Das heißt, der Topf sollte immer zu 2/3 bis 3/4 mit Kartoffeln gefüllt sein. Nun füllt ihr den Topf ca. 1/4 Salzwasser und macht einen Deckel drauf - ab auf den Herd und wie sonst auch Kochen. Ist kein passender Deckel zur Hand, einfach einen Teller auf den Topf tun (Vorsicht der Teller wird sehr heiß).

Zum Testen ob die Kartoffeln gar sind, nehme ich ein Kartoffelschälmesser und steche in die Kartoffel.

Bleibt die Kartoffel nicht am Messer stecken sind sie gar. Das gilt nur für geschälte Kartoffeln.

Messer stumpf (von Dirk)

Kaum etwas in der Küche ist ärgerlicher als stumpfe Küchenmesser. Nicht nur, dass die Arbeit nicht von der Hand geht, auch die Verletzungsgefahr ist bedeutend größer, da mehr Kraft eingesetzt werden muß und man dadurch auch schneller mal abrutschen kann.

Einer der größten Feinde von scharfen Küchenmessern ist die ansonsten so tolle Geschirrspülmaschine.

Durch den feinen scharfen Wasserstrahl aus den Düsen und die scharfen Reinigungsmittel werden die scharfen Schneiden der Klinge regelrecht stumpf geschmirgelt.

Aus diesem Grund werden in Profiküchen niemals die Messer der Köche in der Maschine gespült.

Bratkartoffeln (von Dirk)

Möglichst nur festkochende Kartoffeln verwenden

Bratkartoffeln gelingen besser, wenn man die Pellkartoffeln bereits am Vortag kocht und gepellt

im Kühlschrank aufbewahrt. Erst kurz vor dem Braten schneiden und kühl in die Pfanne tun. Erst dann wenden, wenn die erste Seite angebraten ist. Jetzt Speck und Zwiebeln dazutun. Salz und Pfeffer erst kurz vor Schluß dazugeben, damit der Pfeffer nicht verbrennt. Je weniger in den Bratkartoffeln herumgerührt wird, desto besser gelingen sie.

Petersilie (von Dirk)

Frisch gekaufte Petersilie - egal als Bund oder im Topf - sieht bei uns nach spätestens 3 Tagen sehr traurig aus. Trotz intensiver Pflege, Sonnenlicht, frisches Wasser etc. hängen die Köpfe und die ersten Blätter werden braun. Deshalb kaufen wir, wenn möglich, die frische Ware erst am Verbrauchstag.

Der Rest wird gewaschen, in der Salatschleuder, Ersatzweise mit Küchenkrepp trockengetupft und mit Stielen in einen Gefrierbeutel gegeben. Luftig den Beutel schließen und ab in den Gefrierschrank. Wird dann Petersilie gebraucht, nehme ich den Beutel und zerdrücke die Petersilie.

Die Stiele bleiben meißtens heil. Die entnehme ich und die benötigte Menge Petersilienklein. Der Rest geht zurück in den Gefrierschrank. So haben wir (fast) immer frische TK Petersilie ohne sie mühselig hacken zu müssen.